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Geologische Entstehungsgeschichte
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Vor 285 Millionen Jahren
Die Chiemgauer Alpen sind ein geologisches
Durcheinander. Das macht ihr Bild abwechslungsreich und da und dort so phantastisch. Diese
Höhenzüge und Bergstöcke am Nordrand der Kalkalpen bestehen aus Material sehr
verschiedenen Alters. Schmale, kantige West-Ost-Kalkzüge liegen zwischen sanften
Schiefer- und Mergelrücken.
Alle Gesteinsschichten des alpinen Mesozoikums sind hier beisammen. Da gibt es alpinen
Buntsandstein aus dem Trias, Muschelkalk, Partnachschich ten. Wettersteinkalk, Dolomit, Kössener Mergel und Oberrätkalk bis zu den jungen
Jurakreideschichten. Alle diese Schichtgesteine der alpinen Formationen des Chiemgauer
Raumes sind einst in der Nähe der Nordküste eines warmen alpinen Mittelmeeres abgelagert
worden. Vor etwa 285 Millionen Jahren fing das an.
Zwei Faktoren trugen in der geologischen Entwicklung zur wesentlichen Unterscheidung
der Kalkvoralpen gegenüber den Hochalpen bei:
Erstens die geringen Mächtigkeiten der geologischen Schichten. Was in den Kalkhochalpen
steht, war oft 1000
Meter dick aufgewachsen. Was hierin den Kalkvoralpen ist, hat selten mehr als 150 Meter.
Zweitens die ungleich stärkere Faltung und Störung der Gesteinsverbände. Die
schmächtigeren und weicheren Schichtpakete der Kalkvoralpen konnten dem Faltungsdruck
weniger standhalten als die mächtigen starren Felsblöcke der Kalkhochalpen. Die
Faltenzüge sind an diesem Nordrand der Alpen stark gequält und vielfach gestaucht.
Die Gebirgsbildung hat vielleicht vor etwa 140 Millionen Jahren begonnen und etwa 60
Millionen Jahre gedauert. Gewaltige Decken schoben sich übereinander. Die am
nördlichsten liegende Decke mit einem schmalen, stark gepressten Faltenzug säumt den
Nordrand der Kalkvoralpen. Über sie schob sich von Süden her eine nächsthöhere
tektonische Einheit mit gleichmäßigerem Faltenbau im West-Ost-Verlauf. Eine weitere
Decke, die sogenannte tirolische Einheit legte sich noch mal obenauf. Ein
Wettersteinkalkzug kennzeichnet die Stirn dieser Decke vom Pendling über Hochschartenwand
und Hochkienberg und Rauschberg bis zum Staufen hinüber. Der dieser Front nördlich
vorgelagerte Wettersteinkalkzug der Kampenwand stellt eine intensivere Auffaltung älterer
Triasschichten dar. Der Hauptdolomitenzug von Geigelstein und Hochplatte bis zum Hochfelln
bildet ihre Ränder. Das alles ging sehr langsam, und der Vorgang dauert womöglich heute
noch an. Indes haben aber Frost, Wind und Wetter und die Arbeit des Eises der ehedem
vielen großen und kleinen Tal- und Kargletscher das Bild der Voralpenlandschaft so
gestaltet, wie wir sie heute wechselvoll vor uns haben.
Muschelkalk
und Korallenstöcke
Die Kampenwand hat eine ganz andere Form als die Hochplatte
daneben. Daran sieht man schon vom Tal aus, dass dies zwei grundverschiedene Berge, aus
unterschiedlichem Material gebaut, sein müssen. Tatsächlich stammen sie aus
verschiedenen Zeiten der Erdgeschichte. Steht man oben auf der Kampenhöhe oder östlich
der Steinlingalm, wiederholt sich dieses Schaubild noch drastischer am Gegensatz der
steilen rauhen Gipfelfelsen der Kampenwand im Vergleich zur ebenmäßigen Form des Sulten.
Der Sulten besteht aus sprödem Hauptdolomit, der leicht zerbricht und an der Oberfläche
des Berges zu Schutt zerfällt. Allmählich bekommt ein solcher Berg die ebenmäßige
mathematische Form eines Kegels oder einer Pyramide. Die Gesteine stammen zwar
alle aus der Triaszeit, aber das Hauptgestein des Suiten ist jünger und setzt sich anders
zusammen als das von Kampenwand und Gedererwand.
Die auffallenden gipfelbildenden und wandformenden Gesteine der
Chiemgauer Alpen stammen zum größten Teil aus dem Trias.

Die Reifelberge vom Gipfel des Sonntagshorns.
Haselgebirge
In unsere Kalkberge sind salzführende Gesteine
des Perm und der Trias eingepackt. Man nennt sie Haselgebirge. Im warmen Urmeer entstanden
vor vielleicht 300 Millionen Jahren im Meeresboden Untiefen. Sie trennten Meeresbuchten
des alpinen Mittelmeeres ab. In diesen Lagunen verdunstete mehr Wasser als frisches
zugeführt wurde. Die Konzentration der Meersalze stieg, die Salze kristallisierten.
Zuerst fielen die schwerlöslichen Karbonate aus Kalk lagerte sich am Beckengrund ab. Dann schied schwefelsaures Gestein in Form
von Gips und Anhydrit aus. Danach sank Steinsalz zu Boden, und zuletzt noch sanken die
leicht löslichen Kalisalze. Dieser Abscheidungsprozess erstreckte sich über Millionen
von Jahren.
Später wurden diese Ablagerungen tiefer versenkt und mehrfach überdeckt. Nun sind sie
eingepackt in andere Sedimentgesteine und liegen als Haselgebirge im Inneren unserer
Berge.
Süßwasserquellen aus der Tiefe des Lattengebirges und der Gmainer Höhen laugen die
Steinsalzlager aus, und bei Reichenhall am Fuße des Gruttenstein treten dann in unserer
Zeit Solequellen aus.
Die permo-triasischen Salz- und Solelagerstätten im Raum Berchtesgaden und Reichenhall
sind die einzigen Salzlagerstätten, die in Bayern abgebaut werden. Sie sind Teil einer am
Nordrand der Kalkalpen zwischen dem Salzkammergut und Innsbruck gelegenen schmalen
salzführenden Zone, die als Alpines Salinar bezeichnet wird. Dieser salzführende Bereich
ist nicht eine zusammenhängende, gleichförmige und großflächige Lagerstätte, sondern
eine Kette von nicht miteinander verbundenen einzelnen Steinsalz- und Gipsaufbrüchen.


Flüsse
brechen durch Kalkbarrieren
Von Süden graben sich 5 Flusstäler
durch die
letzte Barriere der Alpen hinaus ins Flachland: die größten begrenzen das Gebiet der
Chiemgauer Alpen, der Inn im Westen und die Saalach im Osten. Dazwischen fließen die
Prien, die Ache und die Traun in engen, tiefeingeschnittenen Tälern durch unser Bergland
nach Norden zu den Ebenen.
Beispiel Prien
Ein Seitenarm des Inngletschers drängte vor etwa 25000 bis 20000 Jahren vom Rand des
Kaisergebirges durch das ganze Priental nach Norden hinaus. Manche nennen diesen Eisstrom
den Aschauer Gletscher. Er vereinigte sich nördlich von Aschau wieder mit dem Inn-
und Chiemseegletscher. 500 m hoch war das Eis. Es führte ungeheure Mengen
Gesteinsmaterial mit, vom kleinsten rundgeschliffenen Kieselstein bis zu riesigen
Felsblöcken. In den angrenzenden kalten Wäldern lebten Mammut, Höhlenbär und Auerochs.
Als das Klima wieder wärmer und freundlicher wurde, schmolzen die Gletscher, und ein
reißender Fluss grub sich tief und immer tiefer in den Grund. Die Prien bildete ein
Trogtal aus, deren terrassenförmige Ufer man bei Bach noch gut beobachten kann. Die
Pflanzen- und Tierwelt ging allmählich in die heutigen Formen und Zusammensetzungen
über. Wo die Gletscher abschmolzen, blieben Berge von Schotter liegen. Es entstanden
ganze Hügelketten. Sie prägen das Bild unserer Moränenlandschaft, z. B. zwischen
Bernau und Frasdorf. Wo die Gletscher über Felsen und Gesteinblöcke hinwegglitten, wurde
das Gestein geglättet. Es entstanden die Gletscherschliffe, die wir heute
bestaunen. Im Schulgarten zu Niederaschau liegen zwei große, schön geschliffene Steine,
die beim Bau der Autobahn 1935 bei Leitenberg ausgesucht und nach Aschau gebracht wurden.
Die Steine heißen beim Volk einfach die Leitenberger. Es sind Kalksteine aus dem
Trias, aus dem Jura wer weiß, von wie weit
her durch das Inn- oder Priental gekommen.

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1 TRIAS
(überwiegend fossilarm)Muschelkalk: Hellgraue Kalke mit unregelmäßig
geformten, wulstigen Erhöhungen, sogenannten Wurstelbänken. Auch dunkle, grauschwarze
Kalke mit Gehalt an Bitumen. Sie sind fast frei von Versteinerungen. Selten eine
Schichtung. Als Baustein geeignet. Auch Bildhauer arbeiten mit Muschelkalk. Bildet steile
Wände. Zum Beispiel an der östlichen Prienseite unterhalb der Überhängenden
Wand in
Richtung Kampenwand. Auch der Raffen östlich der Kampenwand und der Fuderheuberg am
Staufen sind Muschelkalk.
Fundorte: Südsporn des Finkenbichels bei Bach, Steig von der Huberalm zur
Scheibenwand, Moserbichl, am Aufstieg zum Laubenstein und Zellerhorn.
Wettersteinkalk: Er schließt sich oft an Muschelkalk an. Weißgelblich. In den
oberen Partien ist das Gestein fast weiß. Dicht, massig, ungeschichtet. Eignet sich wenig
als Baustein; stellenweise erzführend; Arz(t)grube auf der Kampenwand lieferte
Roteisenerz. Bildet schroffe Wände und Steilabstürze. Nördlicher Teil des Burghügels
Hohenaschau. Riesenberg N-Hang, Überhängende Wand, Scheibenwand, Kampenwand. Gedererwand
(eisenerzführend), Hochscharten, Gurnwand, Hörndlwand, Rauschberg, Zwiesel und Staufen,
Sonntagshorn.
Raiblerschichten: Enthalten vor allem Mergel und Sandsteine von grauer,
grünlicher Farbe; auch als schwärzliche und löcherige Rauhwacken.
Fundorte: Südseite des Burghügels Hohenaschau, Staffelstein, Grundstock der
Kampenwand, Schlechtenberger Alrn, Sandwand westlich Hochenaschau.
Hauptdolomit: Hauptdolomit:
Grau bis braun, spröde,
brüchig; riecht, wenn angeschlagen, nach Bitumen. Verwittert zu kleinen polyedrischen
Stücken. Bildet in höheren Regionen gleichmäßige Schutthänge, pyramidenförmige
Berge, in niedrigeren Bereichen runde Kuppen mit starkem Schuttmantel und dichtem
Waldbestand; Hochries, Riesenberg, Kranzhorn, Klausenberg, unterhalb der Zellerwand,
Zinnkopf, Sulten, Blöcke der Steinling Alm, Gipfel der Hochplatte, Geigelstein,
Hochfelln, Dürrnbachhorn und Sonntagshorn.
Buntsandstein: Buntsandstein: Vor allem in roten Tönungen, z. B. am Sockel des
Hochfelln, gut sichtbar, gelegentlich in ausgeschwemmten Rinnen hangseits neben
Forststraßen; am Hochgimpling (südlich vom Dürrnbachhorn).
Kössener Schichten: Kössener Schichten: Wechsellagernd Mergel mit Kalken. Die Mergel
sind dunkelgrau bis schiefrig, feinblättrig und fossilreich. Die Kalke sind dunkel, dicht
und gut gebankt.
Fundorte: Bei der Kohlstatt. Besonders schöne Korallenversteinerungen am Ziehweg
vom Grießenbach bei Rottau. Versteinerungen dieser Schichten z. B. im Gebiet der
Klausenalm und des Predigtstuhls. Zwischengeschichtet am Sonntagshorn. Oberrät-Riffkalk:
Sehr widerstandsfähig. Bildet als Härtling in der Landschaft charakteristische
schroffe Wände und Zacken.
Fundorte: Ostgrat des Heuraffelkopfs,
Aschenthaler Wände. Spitzstein, Aschenthaler Wände, Wasserwand, Kundl und Backofen am
Heuberg, Südwände der Steinplatte bei Waidring.
2 JURA
Lias: Sehr verschieden: rot- oder gelbbraune Muschelkalke; grauer, sehr harter
Crinoidenkalk, Fleckenmergel und Fleckenkalke.
Fundorte: Lochgraben bei Aufham, Sameralpe.
Dogger: Rot- und weißgesprenkelte Crinoidenkalke.
Fundorte: Besonders schön und mit vielen Versteinerungen am Laubenstein.
Aptychenschichten oder Malm: Weiße, rote, graue und grünliche
Kalke und Kalkmergel von faseriger Beschaffenheit mit zahlreichen Einschlüssen von
Hornsteinen.
Fundorte: Im Priental bei Bach, Schoßrinn.
Dogger: Außerordentlich fossilreich, z. B. am Laubenstein, Zellerwand, auch an der
Höllwand im Heuberggebiet, Feichteck.
Jurakalke: Am Heuberg, Hochalpenkopf südöstlich der Kampenwand.
Raibler Rauhwacke: Ein löcheriger Kalkstein der Raibler. Schichten: Engelstein am
Hochgern.
3 KREIDE
Neokom: Neokom: Dunkelgefleckte, gelbliche und
graue Kalke mit Hornsteineinschlüssen, charakteristisch die sogenannten Rostflecken.
Fundorte: Osten von Schlechtenberg und am Zellgraben.
Cenoman: Konglomeratische Breccie, gelblich-graue und grüne Sandsteine, graue bis
schwärzliche Mergel. Die Konglomerate enthalten Gesteine mit durchweg ortsfremder
Charakter-Herkunft; nicht mit Sicherheit nachweisbar; wahrscheinlich von den
vindelizischen Alpen. Die Eisenflözer am Kressenberg und bei Eisenärzt und der
sogenannte Granitmarmor bei Neubeuern sind »Obere Kreide«.
Fundorte: Miesenau, dann zwischen Maureralm und Gedereralm, Schmidalm; dort wurden
gefunden:
Gangquarz, Hornstein, Quarzit, Quarzporphyr, Roter Sandstein.
Dunkelgefleckte, gelbliche und
graue Kalke mit Hornsteineinschlüssen, charakteristisch die sogenannten Rostflecken.
Fundorte: Osten von Schlechtenberg und am Zellgraben.
Cenoman: Konglomeratische Breccie, gelblich-graue und grüne Sandsteine, graue bis
schwärzliche Mergel. Die Konglomerate enthalten Gesteine mit durchweg ortsfremder
Charakter-Herkunft; nicht mit Sicherheit nachweisbar; wahrscheinlich von den
vindelizischen Alpen. Die Eisenflözer am Kressenberg und bei Eisenärzt und der
sogenannte Granitmarmor bei Neubeuern sind »Obere Kreide«.
Fundorte: Miesenau, dann zwischen Maureralm und Gedereralm, Schmidalm; dort wurden
gefunden:
Gangquarz, Hornstein, Quarzhit, Quarzporphyr, Roter Sandstein.4 TERITÄR
Flysch: Flysch:
Stark tonige, graue Mergel; sehr
harte quarzige Sandsteine, die mit dunkelgrünem Glauconit gemischt sind;
breccienähnliche Konglomerate.
Fundorte: Bei Frasdorf und südlich von Bernau ein schmaler Streifen.
Molasse: Vorwiegend Sandsteine, Konglomerate und Mergel.
Fundorte: Von der Einöde Wiesen zum Abendmahl; am rechten Prienufer unterhalb
Dösdorf. Zwischen Bernau, Umrathshausen und Prien.
Gliederung der Molasse in:
1. Alttertiär: Eozän und Oligozän
2. Jungtertiär: Miozän (Flinz)
In der Nähe der Soleleitung bei Stötten wurde in der Molasse ein Versuchsstollen auf
Kohlen gegraben; er war aber nicht abbaufähig.
5 QUARTÄR
Diluvium: Eiszeit,
Gletscherschliffe bei Außerwald: westlich der Huberalm in 1280 m Höhe. Typisch: Moränen
bei Bach, Vorder- und Hintergschwendt. Moränenschutt: Klausgraben,
Lochgraben-Ziehweg zur Miesenau, sogar am Reitweg auf die Kampenwand größere
Gneisblöcke, vom Inngletscher herausgetragen.
Man sieht überall: Ein Berg der Chiemgauer Alpen
besteht selten aus ein- und demselben Gestein. Auf den Höhen des Sonntagshorn zeigt sich
als eindringliches Beispiel eine äußerst komplizierte Schichtenbildung, in der Kössener
Schichten, Dachstein und Wettersteinkalk übereinander auftreten. Auch der Staufenzug
demonstriert die Vielfalt. Er zeigt Hauptdolomit, Wettersteinkalk, aber auch
Raiblerschichten.
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Geologische
Beschreibungen
Amerang
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Amerang liegt in der eiszeitlichen
Moränenlandschaft nord-westlich des Chiemsees, Landschaftsschutzgebiete mit Ameranger See
und Zillhamer See sind herausragende Merkmale. |
| Aschau/Sachrang |
Aschau/Sachrang umfasst
nahezu die
Hälfte des Prientales. Markant die Dolomitfelsen der Kampenwand. Geologische
Besonderheiten stellen die Gletscherschliffe und die Karstgebiete Laubenstein /Spielberg
(Trockenfall der Prien) dar. Teils ursprünglich, teils von Menschenhand gebändigt,
schlängelt sich die Prien von Ihrem Ursprung südlich von Sachrang nach Norden. |
Bad Endorf
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Bad Endorf bildet die westliche
Eingangspforte zum Chiemgau mit dem Simssee und der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte. Die
Landschaft ist charakterisiert durch die sanften Wellen der eiszeitlichen Moränen. Ein
Geschenk der Natur aus erdgeschichtlichen Zeiten ist die Jod-Thermalsole-Quelle, die heute
zahlreiche Genesungssuchende ins Heilbad zieht. |
Bernau am Chiemsee
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Bernau liegt am Fuß einer
früheren Seeinsel am Südufer des Chiemsees und an den Ausläufern der Kampenwand -zwischen Priental und Achental.
Eine geologische Besonderheit stellt die Bernauer Senke dar, die durch Auffaltung den
Hitzelsberg entstehen ließ. Der Kirchberg und der Nordhang des Hitzelsberges bestehen aus
Sandstein, an den vorzeitliche Molasse grenzt. Im Süden, im Bereich der Chiemgauer Alpen,
herrschen Dolomit und Rätkalkstein vor. |
Breitbrunn am Chiemsee
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Breitbrunn erhebt sich am
nordwestlichen Ufer des Chiemsees am Südrand der Moränenwelle, die sich bis zur
Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte ausdehnt. Die exponierte Lage erlaubt einen phantastischen
Blick über den Chiemsee in die Chiemgauer Alpen. |
| Chieming |
Am Ostufer des Chiemsees liegt Chieming. In einer
nach Osten weit geschwungenen Bucht finden sich die längsten zusammenhängenden Kies- und
Sandstrände des Chiemsees. Eglsee mit Flachwasser und breiter Verlandungszone. |
Eggstätt
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Nordwestlich
des Chiemsees liegt die seenreichste Landschaft Bayerns, die Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte",
das älteste Naturschutzgebiet Bayerns (1939 ausgewiesen). Hier stießen Chiemsee- und Inngletscher
zusammen. Durch das Geschiebe der riesigen Gletscherzungen bildeten sich Senken, Hügel
und Kränze aus Gesteinsschutt. Große Eisklötze brachen ab, wurden vom Moränengeröll
überdeckt (kühl vergraben) und konserviert. Nach der Eisschmelze füllten sich die
Hohlräume mit Wasser und so entstanden die heutigen Seen, insgesamt 17. Die größten
sind Hartsee, Langbürgner See und der Pelhamer See. |
Frasdorf
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Frasdorf
liegt eingebettet zwischen den Ausläufern der Chiemgauer Alpen und den eiszeitlichen
Moränen, durch die sich die Prien in vielen Mäandern zwängt. Die Silhouette Frasdorfs
wird geprägt vom Aschauer Kopf im Südosten, Hochries im Süden und Samerberg im
Südwesten. |
Frauen-/
Herrenchiemsee |
Zusammen
mit der Krautinsel bilden Herren- und Frauenchiemsee das Inseltrio" im
Chiemsee. Geologisch gesehen sind sie über den Seespiegel herausragende Molasserücken. |
Grabenstätt
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Lag noch im
vorigen Jahrhundert an einer Bucht am südöstlichen Ufer des Chiemsees. Durch die
Seeabsenkung um 1904 verlandete die Bucht zum Grabenstätter Moos. Heute liegt das
nächstgelegene Chiemseeufer, die Hirschauer Bucht etwa 2 km vom Ortsbereich Grabenstätt
entfernt. Der zwischenliegende ca. 1250 ha große Bereich des Grabenstätter Mooses bis
hinüber zum Mündungsgebiet der Tiroler Achen ist jetzt ein Naturschutzgebiet von
europaweiter Bedeutung, das eine Fülle besonderer Pflanzen und Tiere (z. B. die Iris Sibirica, Wachtelkönig etc.) beherbergt. Der östlich von
Grabenstätt liegende Tüttensee gilt als einer der wärmsten Seen Oberbayerns. |
Grassau/Rottau
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Die
Ortschaften Grassau und Rottau liegen an der Nordostflanke der Hochplatte. Grassau bildet
gleichsam das Tor ins Tal der Tiroler Achen. Besonderheiten - Rottauer Wasserfall, zwischen Rottau und Grassau, oberhalb
der Ortschaft Grießenbach. |
Gstadt/
Gollenshausen am Chiemsee
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Die
Ortschaften Gstadt und Gollenshausen mit dem längsten Chiemseeufer, liegen unmittelbar am
nordwestlichen Teil des Chiemsees, nach Osten und Südosten ganz seeorientiert. Der See
entstand durch Toteisgletscher, davon zeugen die dahinterliegenden Moränenhügel. Ein
weiteres Toteisrelikt ist das Lienzinger Moos" mit einer Größe von ca. 10
qkm. |
Halfing
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Idyllischer
Erholungsort in der sanfthügeligen Moränenlandschaft nordwestlich des Chiemsees, auf
halbem Weg zwischen Amerang und Bad Endorf. Prägend die eiszeitlichen kleinen Seen, z. B.
Wölkhamer See und die umliegenden Moorlandschaften. |
Prien am
Chiemsee
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Der Kurort
Prien liegt am Ufer des als Inselsee" bezeichneten westlichen Teils des
Chiemsees. Nördlich der Marktgemeinde mündet der Fluss Prien" (keltisch
brig enna" das heißt die aus den Bergen kommende") in den Chiemsee.
Im Schutz der eiszeitlichen Moränen genießt Prien in besonderem Maße ein ausgeglichenes
Klima. Die Siedlung Prien" befindet sich auf einem postglazialen Schwemmkegel,
der mit von der Prien aus dem Aschauer Tal transportiertem Material aufgeschüttet wurde.
Bei Wildenwart hat sich die Prien tief in Molassegestein eingegraben, in dem man da und dort Haifischzähne und andere fossile Zeugen eines Meeres, das hier
vor Jahrmillionen an subtropische Ufer grenzte, fand. |
Riedering
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Riedering liegt am Simssee, dem
zweitgrößten See im Chiemgau. Der See ist wie alle Gewässer in diesem Bereich ein
Relikt der gestalterischen Kräfte der Eiszeiten. Eingebettet in die Moränenlandschaft
hat der Simssee mit Riedering ein besonders mildes, voralpines Reizklima. |
Rimsting
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Rimsting liegt am Westufer des
Chiemsees, oberhalb der Schafwaschener Bucht. Der im Tertiär entstandene Untergrund
besteht aus der sog. Meeresmolasse, das sind Ablagerungen aus dem ehemaligen Meeresbecken.
Die eiszeitliche Landformung hat bemerkenswerte Landschaftsbereiche gebildet, z. B. die
Urprien-Rinne", die Oberbayerische Seenplatte, nicht zuletzt das Stammbecken
des Chiemsees und des Simssees. Im Rimstinger Gebiet findet sich neben dem Chiemsee noch
der Gumpen-, Blah-, Stettner- und Langbürgner See. Die Ratzinger Höhe ist mit 694 m die
höchste Erhebung am Chiemsee. Viele tiefeingeschnittene Bachschluchten prägen das
Landschaftsbild. |
Seebruck-
Seeon/Truchtlaching
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Die Drei vom
Chiemsee...Seebruck am Nord-Ostufer des Chiemsees, Seeon inmitten der Seeoner
Seenplatte und Truchtlaching an der Alz, dem einzigen Abfluss des Chiemsees.
Landschaftliche und geologische Vielfalt! Typische voralpine, abwechslungsreiche
Moränenlandschaft. |
Ubersee-Feldwies
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Der Doppelort" liegt
westlich des wichtigsten Zuflusses des Chiemsees, der Tiroler Achen", am
Südostufer des Sees. Dreieckförmig öffnet sich das Tal der Achen zum Chiemsee hin. Hier
prägte eine der mächtigsten Gletscherzungen der Eiszeit die Landschaft. Flankierend
erheben sich im Südosten der Osterbuchberg, im Südwesten der Westerbuchberg. Eine
Besonderheit stellt der Westerbuchberger Flins" dar. |
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